Heimatlieder<span> – Musiker</span>

Heimatlieder – Musiker 2007

Manfred Schoof tr

Manfred Schoof (* 6. April 1936 in Magdeburg) ist ein deutscher Jazztrompeter. Er studierte 1955 – 1957 an der Musikakademie Kassel, 1958 – 1963 an der Hochschule für Musik Köln. Seit 1972 ist er musikpädagogisch tätig. Er wurde 1990 Professor an der Hochschule für Musik in Köln.

Seine erste Gruppe gründete er 1965; diese war maßgeblich an der Entwicklung des Free Jazz in Europa beteiligt. Schoof arbeitete mit Künstlern wie Albert Mangelsdorff, Peter Brötzmann, Mal Waldron, Irène Schweizer, der Kenny Clarke/Francy Boland Big Band, dem Gil Evans Orchester, den German Allstars und dem George Russsell-Sextett zusammen. Außerdem wirkte er im Globe Unity Orchestra mit.

Nach einigen Jahren mit seinem New Jazz Trio, das er auch mit einem gekonnt improvisierenden Streichquintett kombinierte, gründete er 1975 sein zweites Quintett, zu dem neben dem Luxemburger Bassklarinettisten Michel Pilz und dem niederländischen Keyboarder Jasper van’t Hof die Rythmusgruppe des klassischen Albert-Mangelsdorff-Quintetts (Günter Lenz und Ralf Hübner) gehörten. Die mit diesem Quintett eingespielte Platte “Scales” wurde 1977 mit dem Großen Deutschen Schallplattenpreis ausgezeichnet. 1980 erhielt Schoof den 1.Preis der Union Deutscher Jazzmusiker. In jenem Jahr gründete er das Schoof-Orchester und begann 1982 eine mehrjährige Zusammenarbeit mit dem Pianisten Rainer Brüninghaus. Seit 1987 ist er Mitglied der George Gruntz Concert Jazzband und des European Jazz Ensemble. Von 1996 an spielte er mit Albert Mangelsdorff, Klaus Doldinger, Wolfgang Dauner und Eberhard Weber in der Allstarformation Old Friends.

Schoof war Interpret verschiedener Werke der Komponisten Bernd Alois Zimmermann (u.a. “Die Soldaten”) und Johannes Fritsch, was nicht weiter verwundert, weil diese Komponisten ebenfalls Kompositionsprofessoren des eigenen Hauses waren; weiterhin komponierte er zahlreiche Film- und Fernsehmusiken, unter anderem zur WDR-Erfolgsserie Der Spatz vom Wallrafplatz. Außerdem ist er an der musikalischen Gestaltung der Sendung mit der Maus beteiligt.

Manfred Schoof war seit 1981 Dozent für Trompete und Jazz-Geschichte an der Kölner Musikhochschule. Er ist Mitglied im Aufsichtsrat der GEMA. Im Dezember 2006 wurde Manfred Schoof das Bundesverdienstkreuz verliehen.

www.manfred-schoof.de

Matthias Schriefl tp

Matthias Schriefl, geb. 1981, stammt aus dem Allgäu. Er erhielt ab seinem 7. Lebensjahr Trompeten- und Klavierunterricht. Mit 15 Jahren war er das jüngste Mitglied im Landesjugendjazzorchester Bayern und im BundesJazz-Orchester. Schriefl erhielt als Solist sowie als Komponist und Bandleader zahlreiche Auszeichnungen. Zuletzt er 2006 mit dem WDR-Jazzpreis für Improvisation gewürdigt. Gegenwärtig betreut Schriefl in Köln verschiedene Projekte und organisiert die Live-Jazz-Reihe “Jazz-O-Rama”. Im Sommer desselben Jahres war Schriefl mit der New Yorker Band „Sharon Jones and the Dap Kings“ auf Europa-Tournee. 2007 Leadtrompeter beim European Movement Orchestra. Zusammen mit den indischen Stars R.A. Ramamani und T.A.S. Mani Südostasien-Tournee. Im selben Jahr Tour mit seiner Band Shreefpunk durch Deutschland, Österreich, Schweiz, Estland, England, Italien, Mexiko und Australien.

Schriefl spielte mit zahlreichen weiteren international renommierten Musikern wie: Peter Brötzmann, Bill Dobbins, Dusko Goykovich, Peter Herbolzheimers Rhythm Combination&Brass, Daniel Humair, Rick Kiefer, Lee Konitz, Joachim Kühn, Nils Landgren, Emil Mangelsdorff, Rudi Mahall, Charlie Mariano, Adrian Mears, Don Menza, Dick Oatts, Claudio Roditi, John Ruocco, John Schröder, Gunther Schuller, Bobby Shew, Alan Skidmore, Markus Stockhausen, Stan Sulzmann, Nils Wogram, Phil Woods, Connection Latina, New York Voices, NDR und HR Radio Big Bands…

www.myspace.com/matthiasschriefl

Conny Bauer tb

Jahrgang 43. Studium der Posaune in Dresden und Berlin. Gründete und initierte seit Anfang der 70er Jahre zahlreiche, die Entwicklung bestimmende Gruppen: Exis 1971 bis 73, FEZ 1974 bis 77, K. Bauer Quartett 1978 bis 80, K. Bauer Trio 1980 bis 81, Doppelmoppel 1981, Zentralquartett 1984, Klangprojekt 1986, Jazzorchester der DDR 1987 bis 88, Tiny Island 1988 bis 91, Double Dosis 1991 bis 92, Konrad Bauer Trio 1992, Duo mit Aki Takase 1998. Erstes Solokonzert 1974. 

Workshop- und Tourneebegegnungen mit Musikern wie z.B. Derek Baily, Han Bennik, Antony Braxton, Peter Brötzmann, Gerry Hemmingway, Fred van Hove, Daniel Humair, Peter Kowald, Joachim Kühn, George Lewis, Louis Moholo, Butch Morris, Maggie Nickols, Tony Oxley, Barre Phillips, Louis Sclavis, oder mit Performance-Künstlern wie z.B. Herbert Fritsch, Krause Zwieback, mit den Choreographen Tadashi Endo, Toula Limnaios, Arila Siegert, mit Wortkünstlern wie Ernst Jandl, Walfriede Schmitt u.v.a.

www.connybauer.de

Hans Reichel daxophon

Seit ca. 35 Jahren gilt Hans Reichel international als einer der führenden Neuerer der akustischen und elektrischen Gitarre. Von Anfang an kümmerte er sich nicht nur um die Erweiterung der herkömmlichen Spieltechniken, sondern erfand, konzipierte und baute Saiteninstrumente mit völlig neuen Eigenschaften. Durch die wechselseitige Beeinflußung von Material- und Klangforschung, Instrumentenbau, Komposition und musikalischer Ausführung verfügt er über ein enormes Potential an einzigartigen Klangmöglichkeiten, und seine Musik hat hierdurch einen hohen Wiedererkennungswert.

Seit etwa Mitte der 80er Jahre spielt er zusätzlich das ebenfalls selbstentwickelte „Daxophon“ — das sind verschiedenartig geformte hölzerne Zungen, die per Bogenstrich zum Singen, Sprechen und ähnlichen vokalistischen Äußerungen gebracht werden. Das stimmliche Vokabular dieses erstaunlichen Instruments ist so umfangreich, daß eine komplette CD ausschließlich mit diesem eingespielt wurde*** (s. Discographie: «Shanghaied on Tor Road»). Mittlerweile gibt es weltweit ein gutes Dutzend Daxophon-Spieler — in Canada,USA, Japan, Frankreich, Italien und Deutschland.

Hans Reichels Instrumente wurden des öfteren in europäischen, amerikanischen und japanischen Fachzeitschriften ausführlich vorgestellt, und seine Musik ist auf zahllosen Tonträgern (meist Solo- oder Duo-LPs/CDs) nachzuhören. Konzert-Tourneen führten ihn in über 40 Länder, inkl. Nordamerika, Südostasien, und vor allem Japan, wo er oft über längere Zeit wohnte. Im Laufe der Jahre hat er mit nahezu allen führenden Musikern der internationalen improvisierenden (und Avantgarde-Rock) Szene zusammengearbeitet. Zu seinen Aktivitäten gehörten auch Seminare und Workshops, u.a. an der Musashino School of Music in Tokyo, am Berkeley College der University of California, an der Universität in Bandung, Indonesien, und vielen anderen Stätten. An Festival-Auftritten seien hier nur stellvertretend genannt: Biennale in Zagreb, New Music America Festival in Montreal, Biennale in Venedig, Festival d’Automne in Paris, Los Angeles 250th Anniversary Festival, Angelica Festival in Bologna, Bunka Kaikan Festival in Kyoto…

Darüberhinaus ist seine Zusammenarbeit mit Künstlern unterschiedlichster Stilrichtungen und Kulturkreise zu erwähnen: z.B. mit koreanischen Komungo-Spielern, japanischen Shakuhachi-Spielern und Butoh-Tänzern, mit dem Kronos Quartet, mit indianischen Musikern in Quebec, Canada… Auch in diversen Theaterstücken wurden ihm Solistenrollen übertragen (u.a. in „Ou le bien debarquement desastreux – oder die glücklose Landung“ von Heiner Goebbels). Seine Musik ist außerdem in einigen Filmen zu hören, z.B. in „Sonic Art“ (New York) und „Crazy as Hell“ (Hollywood). Anfang 2001 schrieb und realisierte er eine Daxophon-Musik zu Shakespeare’s „Komödie der Irrungen“ am Maxim Gorki Theater, Berlin (Regie: Martin Duncan).

1999 erhielt er den Kunstpreis der Stadtsparkasse Wuppertal. – mittlerweile eine weitere CD: „YUXO — a new daxophone operetta“ (a.l.l. 003)

Des weiteren ist Hans Reichel auch als Font-Designer tätig. Seine erfolgreichen Schriftfamilien FF Dax, FF Sari, FF Schmalhans und FF Daxline werden seit Jahren von “FontShop International” weltweit vertrieben.

www.daxo.de

Ute Völker akk

Ute Völker ist als Akkordeonistin auf freie improvisierte Musik spezialisiert. In ihrer Musik lotet sie die Möglichkeiten ihres Instrumentes aus. Sie erschafft Klangarchitekturen, die in Raum und Zeit zerfließen und sich zu immer wieder neuen und überraschenden akustischen Formen verbinden.
Sie konzertiert regelmäßig bei internationalen Festivals für improvisierte Musik in Europa, wo sie als Solistin oder in Adhoc-Besetzungen auftritt. Sie gab Konzerte in den USA, Kanada, Afrika, China und in Südamerika.

Ute Völker ist Mitbegründerin des Ensembles für neue und improvisierte Musik, PARTITA RADICALE, dessen Arbeit sich auf die Entwicklung eigener Improvisationszyklen, Stummfilmvertonungen, Zusammenarbeit mit Komponisten und Theaterprojekte erstreckt. 
Seit Jahren spielt Ute Völker kontinuierlich mit dem Violinisten Mathieu Werchowski (F) und dem Gitarristen John Russell (GB) zusammen sowie im Trio mit der Wuppertaler Geigerin Gunda Gottschalk und dem belgischen Kontrabassisten Peter Jaquemyn. 

Darüber hinaus arbeitet sie in interdisziplinären Projekten mit Bildenden Künstlern, Videofilmern, Schauspielern, Literaten und Perfomern zusammen. Sie ist Mitglied der Formation Fineworks, einem Pool von Improvisationsmusikern aus NRW, Wiesbaden und Bremen.

Dokumentiert ist ihr Schaffen u. A. auf den CDs: „Anthrazit“ Akkordeonsolo (free elephant), „baggerboot“ mit Gottschalk u. Jaquemyn (henceforth records), „frutas azules“ mit Partita Radicale (free elephant), „Three Planets“ mit Russell u. Werchowski (EMANEM), „Rumania today 3“ mit Partita Radicale (Sonoton).

Ute Völker studierte Akkordeon und Tonsatz an der Musikhochschule Köln / Abteilung Wuppertal und anschließend Musikwissenschaften, Germanistik und Phonetik in Köln, Wien und Paris. Sie lebt in Wuppertal und arbeitet als Musikpädagogin an der Musikschule Bochum.

www.utevoelker.de

Wolfgang Schmidtke sopr-s, b-cl, ts

Wolfgang Schmidtke, geb. 1956 in Lüdenscheid, Musikstudium im Hauptfach Saxophon, seit den 80-er Jahren in div. Bereichen zeitgenössischer Musik tätig. Konzerte und CD Veröffentlichungen u.a.mit Ginger Baker, Horace Parlan, Peter Kowald, Karlheinz Stockhausen, Tom Mega, Peter Brötzmann, Randy Brecker

Zahlreiche Produktionen als Komponist/Arrangeur für den WDR, u.a. mit dem Auryn Quartett, Lisa Bassenge, Hans Reichel, Mechthild Georg, Claudio Puntin, der WDR Big Band; Komponiert häufig Bühnenmusiken; Künstlerischer Leiter der Konzertreihe „Nachtfoyer“ am Wuppertaler Schauspielhaus; Künstlerischer Leiter des Musikfests „Die 3. ART“; Vorsitzender der Peter Kowald Gesellschaft; Unterrichtet Saxophon und Improvisation am Fachbereich Wuppertal der MHS Köln

Christian Ramond b

1983 – 1987 Studium an der Musikhochschule Köln; Spielte bei zahlreichen Fernseh-, Rundfunk-, Theaterproduktionen; Konzerte und Tourneen in Europa, Australien, Neuseeland, Japan, China, Syrien, Ägypten, Sudan, Mexico, USA, Kanada. Festivals u.a. Köln, Leverkusen, Leipzig, Burghausen, Kempten, Wiehl, Hannover, Frankfurt, Rostock, Münster, Damaskus, Sydney, Yokohama, Montreal, Vancouver, San Fransisco, Varna, Amsterdam, Van Jing. Zusammenarbeit bzw Konzerte mit: J. Pass, A.Mangelsdorf, P.Catherine, K.Wheeler, Lee Konitz, Ch.Mariano, Th.Stanko, B.Shew, Jon Eardly, D.Liebman, K.Berger, Itaru Oki.

Aktuelle Besetzung u.a.: Engstfeld/Weiss-Quartett, D.R.A., Michel Pilz-Trio, Theo Jörgesmann-Quartett, Praskin-Köhler-Quartett, Atlantic Auge. Diskographie (u.A.): „Melusian“ und „Arbor“ mit Michel Pilz; „Future of the smallest form“ und „D.R.A. Real“ mit D.R.A.; „Ta Eko Mo“, „Snyblomen“ und „Hybrid Identity“ mit Th. Jörgesmann-Quartet; „Signs Lings“ mit Jochen Feucht Trio; „Weirdos“ mit Peter Weniger Quartett; „Lisboa“ mit Engstfeld/Weiss-Quartett; „Planetarium“ mit J.Singla-Blumenbein; „Around Jazz“ mit Praskin-Köhler Quartett; „Atlantic Auge“ und „Schnee in…“ mit Atlantic Auge

www.engstfeld-weiss.de

Peter Weiss dr

Konzerte und Tourneen mit folgenden Musikern: Uli Beckerhoff, Peter O’Mara, Gunnar Plümer, Hugo Read, Zbigeniew Namyslowski, Matthias Haus, Rainer Witzel, Werner Neumann, Gerd Dudek, Ed Kröger, Hendrik Soll, Benny Bailey, Norbert Gottschalk, Jarek Smietana, Norma Winstone, Bob Degen, Matthias Nadolny, Al Grey, Michael Küttner, Achim Kaufmann, Reiner Winterschladen, Christof Lauer, Frank Wunsch, Hal Singer, Andrew White, Tata Din Din, Glen Moore, Isla Eckinger, Manfred Schoof, Jürgen Dahmen, Charlie Mariano, Randy Brecker, Terumasa Hino, Itaru Oki, James Moody, Paul Imm, Piotr Wojtasik, Christopher Dell, Dieter Manderscheid, Matthias Schriefl, Wolfgang Schmidtke, Hans Reichel, Conny Bauer, Rhani Krija, Arkadi Shilklopper, Wolfgang Engstfeld u.a.

Festivalauftritte: Hamburg, Leverkusen, Gent, Moers, Burghausen, Nancy, Warschau, Nürnberg, Düsseldorf, Krakau, Brüssel, Raab, Wolfsburg, Ljubljana, Balve, Hildesheim, Marburg, Kuwait, Poznan, St. Ingbert, Sevilla, sowie ca. 3000 Konzerte bzw. Clubauftritte

Gastspielländer: Holland, Belgien, Luxemburg, Österreich, Polen, Italien, Frankreich, Namibia, Kuwait, Japan, Russland, Jugoslawien, Spanien, Schweiz, Australien, China, Südafrika, Tschechien, Brasilien, Großbritannien, Portugal

www.weisspeter.com